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Tom Ritcheys Ruanda-Projekt

WHEELS OF MERCY
Tom Ritchey hat seit über 35 Jahren stets die Verbesserung des Radsports durch die Entwicklung von Bikes und Parts im Sinn. Im Laufe der Jahre sind deshalb viele Geschichten über einen der Urväter des Mountain Bikes geschrieben worden. Doch es gibt auch eine andere Seite an Tom, die bislang nur wenige Leute in der deutschen Bike Szene kennen: Sein soziales Engagement. Als Tom im Dezember 2005 erstmals mit seinem Freund Gary Boulanger per Mountain Bike durch Ruanda tourte, wurde beiden schnell bewusst, dass dieses Land ihre Hilfe braucht. 75 Jahre ethnische Konflikte haben tiefe Spuren in diesem afrikanischen Land hinterlassen. Seit 1994 hat sich die Situation entspannt und es ist ein Aufschwung zu spüren. Doch die Schritte sind klein. Groß ist der Druck, den die internationale Wirtschaft auf das Land ausübt.

Aber Tom Ritchey wäre nicht Tom Ritchey, wenn er einfach nur zusehen würde, ohne etwas zu verbessern. Schnell wurden Gespräche auf offizieller Ebene geführt. Bereits im Februar 2006 konnte das Projekt Ruanda ins Leben gerufen werden. In Kooperation mit vielen Freunden aus der ruandischen Administration und der amerikanischen Wirtschaft wurde ein Maßnahmenplan aufgestellt:

1. Entwicklung der jährlichen „Wooden-Bike-Classic“, um die ruandische Bevölkerung mit der weltweiten Bicycle-Community zu verbinden und den Tourismus zu fördern.

2. Entwicklung der ruandischen Mountain Bike und Touring Industrie zur Förderung der Wirtschaft und des Tourismus.

3. Organisation eines nationalen Rennsportprogramms, um den Anschluss des Landes an die internationale Bicycle-Community zu erreichen und das internationale Standing zu verbessern.

4. Entwicklung von Spezialfahrrädern für die Landwirtschaft. Damit wird die Beschäftigung unter Berücksichtigung der Energiearmut des Landes gefördert. Diese Entwicklung soll außerdem zu einem Ausbau des Fahrradhandels und des Reparaturnetzes führen.

Wahrhaftig große Ziele, doch schon jetzt sind die positiven Tendenzen des Plans im Land zu spüren. Toms Lösungen sind - wie immer schon - frisch und originell. Viel Hoffnung für die Zukunft.

Weitere Informationen unter:
www.projectrwanda.org